26. Heimattreffen des Freundeskreises Voitsdorf und Ebersdorf

vom 04. bis 07. Juni 2015

 

 

Das Heimattreffen 2015 liegt hinter uns, wir waren wieder mal zu hause. Traditionsgemäß wurde der Nachmittag mit einer Andacht an unserem Gedenkstein in Fürstenau begonnen, die Pfarrer Birkner aus Geising würdevoll gestaltete.
Begleitet wurde die Feier musikalisch von Karl-Heinz-Knauthe und seinen Freunden.
Genau 70 Jahre nach Kriegsende war die Erinnerung an die denkwürdige, unvergessene und leidvolle Zeit,
die mit dem 4. Juni 1945 ein besonderes Datum verbindet, präsent. An diesem Tag, dem ersten der so genannten „wilden Vertreibung“
wurden eine Anzahl Einwohner von Voitsdorf und Ebersdorf in die Kirche nach Ebersdorf getrieben.

Dort wurden die Menschen nach Durchsuchung und Wegnahme der Wertsachen die Dorfstraße von Ebersdorf hinunter in die Müglitz,
über die Grenze nach Deutschland bugsiert. Heimatfreund Horst Mohaupt, der diese Vertreibung zusammen mit seiner Familie erlebte, referierte über den Beginn eines geschichtlichen Vorgangs beispiellosen Ausmaßes. Gott sei Dank, dass es danach auch andere,
schönere Tage gab, auf die wir Heimatfreunde ein bisschen stolz zurückblicken können.

So zum Beispiel das 1. Heimattreffen im August 1990, sowie an die Einweihung unseres Gedenksteines im Jahre 1994.
Hier gedachten wir ebenfalls der Vermissten, Gefallenen und Verstorbenen,
die in der Heimaterde sowie in der Fremde ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Nach der Gedenkfeier ab 15 Uhr trafen sich die Teilnehmer im Hotel „Lugsteinhof“ in Zinnwald zum gemeinsamen Beisammensein.
Hier erfreuten sie sich beim Betrachten alter Ansichten sowie den Ortsplänen von Ebersdorf,
Voitsdorf und Böhmisch-Müglitz. Viele Gedanken wurden ausgetauscht und liebe Erinnerungen ließen
unsere gemeinsame Heimat wieder lebendig werden.

Am Freitag führte uns der geplante Ausflug von Geising nach Großschönau in die Oberlausitz zum
Besuch des Vereinshäusels des Nordböhmen-Heimatwerk e.V. Dort begrüßte uns die Vorsitzende des
Nordböhmen-Heimatwerkes die Heimatfreundin Reinhilde Stadelmann, die mit spannenden Ausführungen
über die Ausstellung alter Trachten, Hauben und dergleichen, bei uns Teilnehmern großes Interesse weckte.

 

 

Auf der Anfahrt konnten wir uns noch an der Besichtigung des Glasmuseums in Steinschönau,
an der Betrachtung des Herrenhausfelsens, der Arbeit von Glasbläsern sowie an den wunderschönen
Umgebindehäusern der Lausitz und den aus Sandstein geformten Türstöcken erfreuen.
Dieser Tag mit interessanten Eindrücken und kurzweiligen Stunden endete leider viel zu schnell.

 

 

Am Nachmittag des 3.Tages konnten wir im „Lugsteinhof“ in Zinnwald leider nur noch eine kleine Gruppe begrüßen.
Das Thema Heimat war dennoch der Mittelpunkt in unseren lebhaften Gesprächen.
Wir erfreuten uns immer wieder an den Bildern der Heimat, anzuschauen in der Ausstellung, sowie bei der Vorführung
und Raten mit Dalli-Klick. Die bereits bewährte Mundart-Abfrage durfte dabei natürlich auch nicht fehlen.

 

 

Die Abschiedsfeier in der Müglitz übernahm am Sonntagmorgen Gerold Schlosser aus der Mittelbach-Mühle.
Gudrun Schlosser versüßte uns den Abschied noch mit Nussecken. Gerold verstand es mit ansprechenden Worten
die gemeinsame Vertreibung mit seiner Mutter interessant zu schildern. Frohgemut mit Gesang und dem Versprechen
im nächsten Jahr wieder dabei zu sein, verabschiedeten wir die Heimreisenden.

 



Wir grüßen alle Heimatfreunde bis zum nächsten Wiedersehen

 

Sigrid Hickl
(Ortsbetreuerin)

 

 

 

 

 

 

 

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