20. Heimattreffen des Freundeskreises Voitsdorf und Ebersdorf

vom 11. bis 14. Juni 2009 in Fürstenau, das 20. Heimattreffen – ein Versprechen von 1990

 

 

Vom 11.-14. Juni fanden sich zum 20. mal 67 Ebersdorfer, Voitsdorfer und Böhmisch Müglitzer zum Wiedersehen in Fürstenau zusammen. Dieses Wiedersehen, das schon zur festen Tradition geworden ist, findet jährlich zu Fronleichnam statt. Bei der Begrüßung am Donnerstag in Fürstenau erinnerte Sigrid besonders an das 1. Treffen in der Müglitz im Jahre 1990, und bedankte sich mit kleinen Präsenten für das Zustandekommen und die Organisation dieses 1. Beisammenseins bei Reinhilde Stadelmann, Ilse und Manfred Knauthe und Heinz Mühle. Mit einer Ausstellung von alten Bildern und einem kurzen Film des 1. Treffens versuchten wir an unsere verschwundenen Dörfer zu erinnern und ein Stück Heimat zu vermitteln.

Auf dem Programm stand am Freitag eine Dampferfahrt von Lobositz nach Aussig, die den Teilnehmern Freude bereitete und Wissen demonstrierte. Die Gedenkfeier, am vor 15 Jahren feierlich eingeweihten Gedenkstein in Fürstenau wurde am 3. Tag wieder von Pfarrer Birkner zelebriert und von Karl-Heinz Knauthe musikalisch untermalt.

 

 

Das Beisammensein am Samstag Nachmittag bei der „Singenden Wirtin“, in ihrer neuen Gaststätte „Zugspitze“ in Waldydill war eine einzigartiges Erlebnis. Die klassische Dialektabfrage sowie die ansprechend zusammengestellte Tombola sorgten bei den Gästen für große Bewunderung und unterhaltsame Stunden.

Einen beträchtlichen Applaus ernteten „Die Butterblumen“ ein Gesangstrio mit unserem Mehrzweckmann und Mitorganisator Walter Luft. sie sorgten mit ihrem Auftritt für eine besondere Überraschung und gleichzeitig für sensationelle Heiterkeit.

Getreu dem Versprechen des 1. Wiedersehens im Jahre 1990  - das Heimatgefühl und die Zusammengehörigkeit aufrecht zu erhalten - verabschiedeten wir uns gut gelaunt erst spät an diesem  Abend.

 

 

Zum Abschluss unseres Heimattreffens weihten wir am Sonntag morgen, in einer feierlichen Zeremonie, zusammen mit Bürgermeister Gössel und Ehefrau sowie mit Amtmann Rainer Fischer und Gattin aus Geising, eine Informationstafel an der Grenze von Böhmisch-Müglitz nach Voitsdorf ein. Diese Tafel, soll in erster Linie an die Existenz der ehemals blühenden Gemeinden Ebersdorf, Voitsdorf und Böhmisch Müglitz erinnern. Walter Luft übernahm das Vorlesen eines anschaulichen Textes über die Besiedlungsgeschichte und Erika Bobe überbrachte das Gedicht von Karl Wiethe                    

 

 “Mein Müglitztal“.

 

Weißt Du, wo ein Grenzvolk wacker,
seine Mühlen hat gebaut,
in dem Kirchlein dicht am Felde
innig hat auf Gott vertraut.
Wo es mit dem Nachbarlande
eine Sprache einig war,
Müglitz war es, tief im Walde,
herrlich lag es vor uns da.
Die Natur schuf selbst die Grenze,
des Wassers Lauf hielt treue Wacht,
immer war es so gewesen,

Jahr für Jahr, bei Tag und Nacht.
Immer während trieb das Wasser
rauschend stets das Mühlenrad an.
Wieviel Korn waret wohl gemahlen,
Holz geschnitten aus dem Tann!
Müglitztal, so voller Zauber,
wie hast Du uns einst gesehen.
Menschen mit der letzten Habe
mussten weinend von dannen ziehen
Doch im Herzen für uns alle,
wirst Du unvergessen sein.

Die Erinnerung bleibt unser Müglitztal, ein Stück Daheim.
von Karl  Wiethe aus Ebersdorf (vorgetragen von Erika Bobe)

 

 

Nach der festlichen Einweihungsfeier verabschiedeten wir uns mit dem Versprechen an den Tagen
des Wiedersehens festzuhalten und so lange es geht diese zu wiederholen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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